Keine ruhigen Weihnachten

Veröffentlicht am 26.12.2017
(Symbolbild)

An Weihnachten mussten von Rettungsdienst und Feuerwehr mehrere größerer Einsätze mit zum Teil hohem Sach- und Personenschaden abgearbeitet werden.

 

Brand eines Bauernhofes

Los ging es bereits am 24.12. morgens um kurz nach 06:00 Uhr, als uns über Notruf 112 mehrere Anrufe über einen Brand in Altisried, Lkrs. Unterallgäu, erreichten. Aufgrund der ersten Meldung wurde von einem Wohnhausbrand ausgegangen und die Feuerwehren aus Frechenrieden, Attenhausen, Markt Rettenbach und die Drehleiter aus Ottobeuren, sowie mehrere Rettungswagen (RTW), Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und der Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) zu diesem Einsatz alarmiert. Noch während der Anfahrt dieser Kräfte wurde aufgrund weiterer Anrufe schnell klar, das es sich um einen Bauernhof und um einen größeren Brand handeln musste. Entsprechend wurden weitere Feuerwehren aus den Landkreisen Unterallgäu, Oberallgäu, das Technische Hilfswerk (THW), sowie im weiteren Verlauf zwei Schnelleinsatzgruppen (SEG) Betreuung und Verpflegung nachalarmiert. 

 

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich dann diese Vermutung. Ein Bauernhof mit angrenzender Stallung stand in Vollbrand. Im Stall befanden sich rund 25 Kühe, wobei 15 Tiere durch den Brand verendeten. Zehn teils brandverletzte Kühe konnten von der Feuerwehr gerettet werden. Um diese Tiere kümmerte sich ein herbeigerufener Tierarzt.
Der landwirtschaftliche Teil des Bauernhofes brannte bis auf die Grundmauern nieder. Ein Übergreifen des Feuers auf das angebaute Wohnhaus und eine Kirche konnte verhindert werden. Der Landwirt selber wurde leicht verletzt. Ein Problem stellte die Wasserversorgung dar, diese musste über lange Schlauchleitungen sichergestellt werden. Insgesamt waren bei diesem Einsatz weit über 150 Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen eingesetzt. Die letzten konnten erst am Weihnachtsabend zu ihren Familien zurückkehren.

 

Brand in Industriebetrieb

Zu einem weiteren größeren Brand kam es kurze Zeit später in einem Neu-Ulmer Industriegebiet. Hier wurde um kurz nach 7:00 Uhr eine Rauchentwicklung auf dem Gelände eines Metallhändlers gemeldet. Dieser ersten Meldung entsprechend wurde die Feuerwehr Neu-Ulm mit Löschzug, sowie ein RTW mit ELRD alarmiert. Aufgrund der 1. Lagemeldung über ein größeres Feuer mit starker Rauchentwicklung auf einem Schrottplatz wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Neu-Ulm, ein Löschzug der Feuerwehr Ulm, sowie weitere RTW, die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) und Unterstützungsgruppe SanEL Neu-Ulm nachalarmiert. Insgesamt waren über 120 Einsatzkräfte eingesetzt, die den Einsatz gegen 16:30 Uhr beenden konnten.

 

Ein größeres Problem war vor allem die starke Rauchentwicklung, die unter anderem die Bahnverbindung auf der Strecke Ulm-Memmingen behinderte. Hier war der Bahnhalt in der Finninger Straße während der Dauer des Einsatzes gesperrt.

 

Rauchmelder retten Leben

Zwei weitere Brandeinsätze beschäftigten die Einsatzkräfte noch während der Feriertage. Am Morgen des 25.12. geriet in Pfuhl, Lkrs. Neu-Ulm, in einer Wohnung der Christbaum in Brand. Die fünfköpfige Familie konnte sich dank der Rauchmelder gerade noch rechtzeitig aus dem Haus retten.  Zwei Erwachsene und drei Kinder kamen mit leichteren Verletzungen in eine Ulmer Klinik. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell ablöschen und weiteren Schaden vermeiden.

 

In Kleinkötz, Lkrs. Günzburg, kam es in den frühen Morgenstunden am 26.12. zu einer Verpuffung in einem Keller eines Wohnhauses. Auch hier retteten die Rauchmelder den schlafenden Bewohnern vermutlich das Leben. Diese konnten ebenfalls rechtzeitig gewarnt  das Haus verlassen. Im Keller brannte die Heizungsanlage. Der Brand konnte von der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht und der Einsatz nach rund zwei Stunden beendet werden.

 

Schwerer Verkehrsunfall auf der A7

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am 24.12. gegen 15:40 Uhr auf der A7 zwischen Bad Grönenbach und Woringen. Ein 35-jähriger Mann aus Kempten fuhr mit seinem PKW, aus noch unbekannter Ursache, auf den vor ihm fahrenden PKW auf. In dem PKW des Unfallverursachers war noch die 2-jährige Tochter des Halters. In dem anderen PKW befand sich eine 5-köpfige Familie aus Kempten im Alter zwischen 11 und 49 Jahren. Beide PKW kamen bei der Kollision ins Schleudern. Der PKW des 35-jährigen kam nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb im Graben liegen. Die beiden Insassen wurden leicht verletzt. Der andere PKW wurde gegen die Mittelleitplanke geschleudert und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Aus diesem PKW wurde eine 17-jährige herausgeschleudert und einige Meter von dem Fahrzeug mitgeschleift. Sie wurde dabei lebensgefährlich verletzt und mit dem Rettungshubschrauber in ein Unfallkrankenhaus geflogen. Die anderen vier Insassen wurden nur leicht verletzt. Bei diesem Einsatz waren die Feuerwehren aus Bad Grönenbach und Woringen, sowie mehrere RTW, NEF, ein Rettungshubschrauber und der ELRD im Einsatz.

 

 

 

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